5.3.15 Demonstration gegen Pegida Nürnberg

Wehret den Anfängen

  • von  Rainer Dittrich
    07.03.2015
  • Featured

Gegendemonstranten

Völlig frei läuft der Pegidianer herum

Nur Polizei ist zu sehen

5.3.15 Demonstration gegen Pegida Nürnberg

 

Wehret den Anfängen

 

Am 5. März um 18:30 hatte die  Pegida Nürnberg am Jakobsplatz erneut eine Demonstration angemeldet.

Kundgebung am Jakobsplatz, danach Marsch Kurt-Schumacher-Straße bis zum Oxfam-Laden, noch vor der Färberstraße, und wieder zurück. 

 Also knapp 100 m hin – 100 m zurück!!!

Aus Worzeldorf hatten sich wieder einige SPD Mitglieder zur Gegenkundgebung aufgemacht.

Vor Ort am Weißen Turm mussten wir feststellen, dass der komplette Jakobsplatz, sowie die 100m Kurt-Schumacherstr. bis zum Oxfam-Laden komplett eingezäunt war. Meistens sogar mit doppelter massiver Absperrung.

Es war kein Durchkommen auf den Jakobsplatz möglich. Wir sind komplett herumgelaufen, aber es war alles dicht. Hunderte Polizisten und gefühlte ebenfalls hundert Polizeiautos riegelten den Pegida Nürnberg Demonstrationsplatz sowie die gesamte Marschroute hermetisch ab.

Bis 19 Uhr waren ca. 1500 Gegendemonstranten vor dem Weißen Turm, vor den Absperrungen und warteten auf die Pegida Nürnberg Demonstranten.

Kurz nach 19 Uhr waren dann tatsächlich ca. 40-50 Pegida Anhänger vor Ort.

Das kleine Grüppchen war auf dem doch relativ großen Platz kaum zu sehen, zumal der gesamte Innenraum durch ein dichtes Polizeispalier total zugestellt war.

Wir Gegendemonstranten mussten uns auf dem Vorplatz zum Teil derart zusammendrängen um überhaupt Platz zu haben, während auf der anderen Seite Pegida Fotografen mit Texttafeln unbehelligt zwischen und hinter den Polizisten herumspazierten und uns fotografierten.

Ein Redner von Pegida sagte dann auch zu seinen Anhängern „Schaut hin, wo stehen die Polizisten ? Nicht bei uns, sondern bei denen.

Um 20 Uhr setzte sich dann das kleine Häuflein Pegidianer zu ihrem 100m Marsch in Bewegung, dicht umgeben von vielen, vielen Polizisten.

Wir Worzeldorfer Genossen hatten nun aber die Nase voll und machten uns auf den Heimweg, mit einem unguten Gefühl im Bauch.

Wir waren angetreten um gegen Rechte zu demonstrieren, mussten aber erfahren, dass diese sich völlig frei bewegen konnten, eine Diskussion mit Pegidaleutennicht möglich war, wir dagegen ca. 2 Stunde lang von Polizeifotografen fotografiert und gefilmt wurden.

 

Am 11. März ist die nächste Demo.

 

Rainer Dittrich