Bezirkskandidaten starten in den Wahlkampf - SPD will „Stark sein für die Schwachen“

Am 14. Oktober finden die Bezirkswahlen statt - SPD Nürnberg startet mit vier KandidatInnen in den Wahlkampf

  • von  Redaktionsteam
    14.05.2018
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v.l.n.r. Victor Strogies, Hans-Dieter Brückner, Magdalena Reiß, Dr. Horst Krömker

Zeitgleich mit der Landtagswahl finden am 14. Oktober auch die Bezirkswahlen statt. „Der Landtag steht zweifelsohne mehr im Blick der Öffentlichkeit“, weiß Bezirksrat Horst Krömker. „Aber die Entscheidungen im Bezirksrathaus in Ansbach haben ebenfalls großen Einfluss auf die Lebensqualität und Gesundheit der Menschen in Mittelfranken.“

Der Nervenarzt aus dem Nürnberger Norden zieht nun zusammen mit Magdalena Reiß, Hans-Dieter Brückner und Victor Strogies in den Wahlkampf. Im Bezirkstag möchten die vier SPD-Kandidaten vor allem die Teilhabe und medizinische Versorgung der Bürgerinnen und Bürger in den Mittelpunkt rücken.

„Unser Motto ist ‚Stark sein für die Schwachen‘“, unterstreicht der Diakon Brückner und will sich vor allem für mehr Inklusion stark machen. Der Sozialdemokrat wünscht sich, dass alle Menschen mit oder ohne Behinderung ganz selbstverständlich zusammen lernen, wohnen, arbeiten und leben. Wichtig ist der SPD dabei die Wahlfreiheit. „Niemand soll bevormundet werden. Die Regelschulen müssen inklusiver werden und die Förderschulen für Kinder ohne Behinderung geöffnet werden“, fordert der Kandidat für den Nürnberger Osten.

„Wir bekennen uns zum sozio-kulturellen Ansatz“, sind sich die Kandidaten einig: „Kultur ist für alle da und nicht nur für eine kleine Elite“, fasst es Hans-Dieter Brückner zusammen. „Der fränkische Sommer zum Beispiel muss breiter, jünger und inklusiver werden“, verdeutlicht Horst Krömker.

Große Aufmerksamkeit zogen in den vergangenen Monaten die Bezirkskliniken und deren umstrittene Leitung auf sich. „Die Kliniken sind unerlässlich für die medizinische Versorgung der Bürgerinnen und Bürger und leisten einen wichtigen Beitrag zur Daseinsvorsorge. Als Sozialdemokraten achten wir deshalb darauf, dass das Patientenwohl nicht den ökonomischen Interessen untergeordnet wird“, betont Krömker. „Deshalb haben wir durch einen Maßnahmenkatalog auch die politische und öffentliche Kontrollfunktion des Bezirkstags gestärkt – auch gegen den Willen des CSU-Bezirkstagspräsidenten und seiner Fraktion.“ Strogies erklärt hierzu: „Die CSU darf nicht mehr damit durchkommen einen Skandal nach dem anderen in den Bezirkskliniken zu verharmlosen. Es muss konsequent gehandelt werden.“

Auch im Bereich der Drogenpolitik haben die Kandidaten ein klares Ansinnen: „Wir müssen Drogensüchtige besser unterstützen. Deshalb braucht es in Mittelfranken einen Drogenkonsumraum mit medizinischer Aufsicht. Das muss mit weiteren Hilfe- und Beratungsangeboten Hand in Hand gehen“, fordert der Rechtsanwalt Victor Strogies und übt deutliche Kritik an der Verweigerungshaltung der Union. „Wir können doch nicht tatenlos zusehen, wie jedes Jahr mehr und mehr Menschen am Drogenkonsum sterben!“ 

Aufgrund der Zunahme an psychischen und Suchterkrankungen fordert die SPD zudem eine Stärkung der ambulanten Versorgung. „Wir wollen vor allem im Sinne der Patienten eine stationäre Unterbringung möglichst vermeiden. Deshalb braucht es in diesem Bereich mehr Mittel und ein dichtes Beratungs- und Hilfenetz“, weiß die Studentin für Gesundheitsmanagement Magdalena Reiß. „Die Menschen sollen wohnortnah behandelt werden können. Deshalb muss unter anderem die Infrastruktur mit Tageskliniken gestärkt werden.“

Mehr Informationen zu den Kandidatinnen und Kandidaten finden Sie hier.